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„Cross the bridge“ - eine wunderschöne Islandreise

Am Sonntag, 12.11.17 starteten wir um 13:05 Uhr vom Flughafen München zu unserem Erasmus-Projekt nach Island. Eine Woche voller Überraschungen und toller Erlebnisse lag vor uns. Wir waren schon sehr aufgeregt, denn für viele von uns war es der erste Flug ihres Lebens. Mit etwas Verspätung landete um 16:30 unser Flugzeug in Keflavik. Die Landebahn war spiegelglatt und wir mussten auf dem Vorfeld das Flugzeug verlassen. Ein Bus aus Saudarkrokur erwartete uns bereits und Loa, eine isländische Lehrerin und die italienischen Projektteilnehmer saßen schon in ihm. Nun fehlten nur noch die Leute aus Zypern, die wir in Reykjavik aufsammelten.

Die Fahrt nach Saudarkrokur dauerte ewig, es gab einen heftigen Schneesturm und wir waren der letzte Bus, der es aus Reykjavik schaffte. So mussten unsere Gastfamilien sehr lange auf uns warten, bis sie uns mitnehmen konnten und wir sehr müde in die Betten sanken.

Trotzdem begann um 8:10 Uhr pünktlich die Schule. Nach einigen Kennenlernspielen, konnten wir die Schule bei einem Rundgang kennen lernen. Anschließend bastelten wir Masken für unser Theaterspiel am letzten Tag.

Jeden Tag gab es ein gemeinsames Frühstück und Mittagessen in der Schulkantine. Diesen Mittag waren wir so neugierig auf das Nordmeer, dass uns nichts mehr in der Schule hielt. Obwohl die Isländer nur ungläubig den Kopf schüttelten, machten wir uns auf den Weg zum Nordmeer, das nur wenige Schritte von der Schule entfernt war.

Um 13:30 warteten schon die anderen auf uns, um gemeinsam zur Ausstellung “Puffin and Friends“ zu spazieren. .Dort konnte man durch eine Virtual Reality Brille die Nordlichter tanzen oder die Papageientaucher beim Brüten zusehen. Da die isländischen Ponys sind sehr bekannt sind, durfte also ein Ausritt auch nicht fehlen. Obwohl es eiskalt, stürmisch und regnerisch war, genossen wir dieses außergewöhnliche Erlebnis! Nach dem Abendessen in den Gastfamilien, trafen sich einige abends im Jugendclub.

Am Dienstag waren wir alle morgens in der Schule. Nach einer kurzen „Mathestunde“, fuhren wir nach Skagaströnd. In einem Vortrag bei NES erfuhren wir sehr Interessantes über digitales Fotografieren und Filmen. Aaron Palabyab, ein Künstler aus Malysia, gab uns Tipps und ließ uns unser Wissen gleich praktisch umsetzen. Nach dem Mittagessen besuchten wir Spakonuhof. Dort wurde uns eine interessante Geschichte über eine Wickinger-Frau mit einem Schatz, über Magie und Wahrsagerei erzählt. Anschließend gingen wir ins Freibad nach Blönduos. Bei unseren Gastfamilien Zuhause aßen wir wieder zu Abend. Auch diesmal trafen wir uns anschließend wieder in dem Jugendzentrum.

Am nächsten Tag besuchte uns eine NES-Künstlerin aus Neuseeland. Sie hielt einen workshop über richtige Logoerstellung für unser Projekt. Nach dem Mittagessen besuchten wir die Torfhäuser in Glaumbaer. Auch dort gab es eine Geschichte von einer Geisterfrau, die Menschen verfolgt und heimsucht. Abendessen gab es an diesem Tag in der Schule und dann trafen wir uns wieder im Jugendclub. An diesem Abend sahen wir die Nordlichter. Anfangs stark, aber später ziemlich schwach. Sie sahen trotzdem sehr schön aus.

Der Donnerstag begann mit der Arbeit an QR-Codes. Wir scannten QR-Codes und erledigten entsprechende Aufgaben in Gruppen. Unser Ergebnis stellten wir in einem Video vor. Nachdem dies erledigt war, arbeiteten wir weiter an unserem Theaterstück. Nachmittags ging es in ein Freibad nach Hofsos mit einem Infinity-Pool. Wir machten eine Schneeballschlacht und stürzten uns dann zum Aufwären in das 40 Grad warme Wasser. Abends besuchten wir ein Baketballspiel. Die Mannschaft auf Saudarkrokur gewann – natürlich!

Der letzte Tag in Saudarkrokur kam schneller, als wir wollten. Am Morgen gingen gleich in den Bifröst-Theatersaal. Unsere Theaterstücke warteten noch auf die Premiere! Wir mussten uns überwinden, auf die Bühne zu gehen. Vor einem gefüllten Saal und dann noch auf englisch zu spielen, eine echte Herausforderung!  - Mittags mussten wir uns von den isländischen Leuten und vor allem unseren Gastfamilien verabschieden. Das dauerte sehr lange und ging nicht ohne Tränen ab!

Nach einer vierstündigen Fahrt nach Reykjavik, verstauten wir unsere Koffer im Busbahnhof und machten uns auf, die Stadt zu erkunden. Eine wunderschöne Stadt, die von Schnee und Eis ganz verzaubert schien! Fish & chips am Hafen mussten natürlich auch noch einmal sein! Unser Hotel in der letzten Nacht lag in Keflavik – Nacht ist eigentlich zu viel gesagt. Um 4:00 mussten wir aufstehen, um rechtzeitig am Flughafen zu sein. Nach einem sehr schnellen Rückflug landeten wir mittags wieder in München an.

Es war eine unvergessliche und wundervolle Zeit!