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Nicht ganz einfache Fragen zu nicht ganz einfachen Themen

Beim Projektabend Liebe und Sexualität wurden nicht alltägliche Dinge besprochen

Wie, Unterricht am Abend? Was, PCB, warum? Schulbeginn am nächsten Tag erst später, wie das? Etwas erstaunt hatten die Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen der Mittelschule Gersthofen zunächst reagiert, als das Thema auf die Planung der „Nacht der Liebe und Sexualität“ zu sprechen kam. „Offenherzige“ Werbeanzeigen und Filme begegnen den Kindern und Jugendlichen heutzutage an jeder Ecke, oftmals falsche Rollenbilder und Fakten werden den jungen Menschen gegenwärtig allzu oft in der kommerzialisierten Welt vorgespielt. Doch wie sieht es tatsächlich aus mit Themen wie „Schwangerschaft“, „Partnerschaft“ oder auch „Homosexualität“?

Antworten auf oftmals „nicht ganz einfache Fragen“ zu „nicht ganz einfachen Sachverhalten“ zu geben ist den Lehrerinnen und Lehrern der Gersthofer Mittelschule wichtig. Darum hatte das Kollegium - allen voran das Schulentwicklungsteam in Zusammenarbeit mit einer großen Gruppe von Helfern und Mitgliedern des Elternbeirats - mit einigem organisatorischem Aufwand bereits zum zweiten Mal den Themenabend „Liebe und Sexualität“ veranstaltet. Experten vom Jugendamt, Fachärzte und Referenten waren geladen worden, um die Mädchen und Buben in Workshops und kleinen, lockeren Gesprächsrunden aus der Reserve lockten. So standen beispielsweise der Frauenarzt Dr. Ulrich Bubmann sowie die Experten Ott-Baur, Gastl, Westermeier, Gölsdorf, Wilson, Spieler, Kierok, Götz, Zapf-Lohr, Oettle, Schreyer, Agster, Mauder, Steidl und das „Aufklärungsprojekt München“ für Gespräche rund um das Thema „Liebe und Sexualität“ zur Verfügung.

Angeleitet durch die geschulten Referenten gaben die Schülerinnen und Schüler auf diese Weise nach und nach ihre Fragen und Meinungen zu Themen wie „Hautpflege, Schönheitsideale, Sexualaufklärung, das „Erste Mal“, Auftreten und Verhalten, Gesundheit oder auch zur sexuellen Vielfalt“ preis, unter anderem getrennt in speziellen Workshops für weibliche und männliche Zielgruppen. Auch die besondere Veranstaltungszeit in den frühen Abendstunden sowie ein vorangegangener Empfang und ein vom Elternbeirat liebevoll gestaltetes Buffet in der Pause trugen zur entspannten Atmosphäre bei, in der sich die Jugendlichen angstfrei öffnen konnten.